Steht Dir eigentlich, was Du trägst?

Mit diesem Wissen weißt Du genau, warum eine Farbe Dir steht

Mein Interesse an dem Thema Typberatung wurde während meiner Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin geweckt.

Bis dahin hatte ich noch vor, Modedesign zu studieren.


Aber wenn es wirklich die Möglichkeit gab, zu wissen was einem steht? Unabhängig der aktuellen Modetrends, die kommen und gehen?


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Du weißt, das Farben oft mehr zwischen den Zeilen sagen, als man bewusst wahrnimmt?

 

In diesem Video Training verrate ich Dir, worauf Du bei der Wahl Deiner Farben auf der Webseite achten solltest!

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Ich recherchierte, denn ich hatte nie zuvor von Typberatung gehört.

Und fand die Typakademie in Limburg an der Lahn die von meinem damaligen Wohnort Würzburg gut zu erreichen war. Dort meldetet ich mich sofort für die ganze Ausbildung zur Imageberaterin an und legte los!


Die Seminare in der hübschen kleinen Stadt Limburg und der Typakademie waren immer super! Nette Menschen, tolle Themen und viel gemeinsames Zusammensitzen am Abend machten richtig Spaß und ich kam immer motiviert und voller Energie nach Hause.


Ich war 23 und mutig: Das wollte ich machen! Ich fackelte nicht lange und startete als Imageberaterin Anfang 2008, damals im Arbeitszimmer unsere Wohnung im 4. Stock eines alten Hauses.


Viel hat sich seit dem verändert – meine Arbeit aber nicht.

Denn die Farben wirken heute noch genauso auf die verwunderten Gesichter meiner Kundinnen (und auch Kunden) und auch der Stil wird immer etwas bleiben, das wir schon immer haben, aber erkennen lernen müssen.

 

Die Geschichte über die Entstehung der Farbberatung ist mir seit meiner Ausbildung 2007 sehr gut in Erinnerung geblieben und ich erzähle sie immer wieder gerne.

Es ist eben nichts, was man sich einfach so ausgedacht hat, sondern die Wirkung der Farben ist immer da und so wurde sie auch entdeckt.


Es war in den 1920er Jahren, als der Kunstpädagoge Johannes Itten in der Schweiz mit seinen Malschülerinnen arbeitete. Die Aufgabe, die er stellte, war, verschiedene Farben zu malen, die er als „harmonische Farbakkorde“ bezeichnete.


Als er die Farben diktierte, entstand eine große Unruhe in der Klasse. Er fragte nach, warum. Da sagten die Schülerinnen, dass sie diese Farben überhaupt nicht harmonisch für sich empfanden!


Herr Itten verstand das und stellte die Aufgabe anders: jede sollte IHRE Farben malen. Er verließ den Raum und ließ die Mädchen machen.


Als er wieder in das Klassenzimmer kam, lagen alle Bilder in der Raummitte, ohne Namen der Mädchen. Und trotzdem war es Johannes Itten leicht möglich, jeder Schülerinn ihr Bild zuzuordnen!


Und er bemerkte, dass jedes Mädchen die Farben passend zu ihrem Aussehen gemalt hatte. Die zarte Blonde hatte Pastelltöne aufs Papier gebracht, die rassige Dunkle malte kräftige Farben.


Die Entdeckung beschäftigte den Lehrer und er begann, daran zu forschen obwohl er sich nicht weiter für Mode und Aussehen interessierte! Von ihm stammt die Einteilung in die warmen und kalten Farben sowie die Bezeichnung der Jahreszeitenfarben. Eine seiner Schülerinnen, die in die USA ging, nahm sein Wissen mit und entwickelte daraus die heutige Farbberatung.


Johannes Itten fand heraus, das die gleiche Farbe auf anderem Untergrund ihre Wirkung verändert, gut zu sehen an folgendem Beispiel: Du kannst sehen, dass das Weiß auf der schwarzen Fläche brillanter und leuchtender erscheint als auf dem Grau.


www.anneli-eick.com
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Ein weiterer Farbkontrast, der nun darüber entscheidet, ob uns bestimmte Farben „gut zu Gesicht“ stehen oder nicht, ist der Simultan-Kontrast.


Blickt das Auge längere Zeit auf eine farbige Fläche, so entsteht im Auge des Betrachters (simultan = gleichzeitig) die dazugehörige Komplementär-Farbe, also die Farbe, die der gesehenen Farbe im Farbkreis direkt gegenüberliegt.


Du kannst es selbst ausprobieren:

schaue einfach längere Zeit ziemlich starr auf eine bestimmte Farbe, zum Beispiel Blau, die Du vielleicht an eine weiße Wand pinnst.

Nun schaust Du schnell zur Seite auf die weiße Wand.

Was siehst Du?


Wenn Du es richtig gemacht hast, wirst Du nun einen orangen Fleck auf der Wand erkennen – die Gegenfarbe zu Blau!

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Legen wir nun eine farbige Fläche auf einen neutral weißen Untergrund, so wird dieser Untergrund nach einiger Zeit wie mit einem Schleier in der Komplementärfarbe zu der daraufgelegten Fläche überzogen.


Legen wir z.B. einen roten Karton auf einen weißen Karton, so entwickelt sich - zunächst an der Rändern der roten Fläche - ein grünlicher Farbschimmer, der nach und nach den gesamten weißen Karton ganz leicht grünlich erscheinen lässt.


Dieser Effekt tritt nur dann nicht auf, wenn der Untergrund bereits in der Farbe des daraufgelegten Kartons eingefärbt ist. Handelt es sich um einen leicht ins Ockerfarbene gehenden Karton, so tritt bei daraufgelegtem Rot der Simultankontrast nicht auf.


Der Effekt wird jedoch verstärkt, wenn der Untergrund bereits in der Komplementär-Farbe eingefärbt ist. Handelt es sich in unserem Beispiel um einen leicht ins Grünliche gehenden Karton, so wirkt dieser bläuliche Karton nach dem Darauflegen einer roten Fläche noch blauer.

 

Komplementärfarben (Simultan-Kontrast):

rot

grün

orange

blau

gelb

violett

 

Das oben beschriebene naturwissenschaftliche Phänomen hat große Bedeutung für die Farb-Wirkung unserer Bekleidung.


Erfreulicherweise ist unsere Gesichtsfarbe nicht grau oder weiß. Aber sie ist dennoch ein recht farbneutraler Untergrund, auf den die Farbe der Bekleidung nun also einwirkt!


Unsere Hautfarbe wird durch folgende - individuell genetisch festgelegte - Faktoren bestimmt: Das Hämoglobin (der rote Blutfarbstoff), die Blaufärbung des venösen Blutes, das Melanin (die Pigmentierung der Haut) und das orange-bräunliche Karotin.


Je nach Mischung dieser Faktoren bekommt unsere Hautfarbe entweder einen ins Gelbliche gehenden oder einen ins Bläuliche gehenden Unterton.


Wenden wir nun die Erkenntnisse über den Simultan-Kontrast an, so können wir folgende Entdeckung machen:


  • Trägt ein Mensch, dessen Haut-Unterton ins Bläuliche geht, z.B. die Farbe Orange, so entsteht auf seinem Gesicht ein bläulicher Simultankontrast. Sein Gesicht wirkt dadurch eher ungesund und müde, Fältchen und Hautunreinheiten werden verstärkt sichtbar; das heißt, er wirkt abgespannt, fahl, unvorteilhafter. Seine natürliche Ausstrahlung wird durch die „falschen Farben“ überschattet.
  • Trägt ein Mensch, dessen Haut-Unterton ins Gelblich-Goldene geht, z.B. ein kühles Violett, so entsteht auf seinem Gesicht ein gelblicher Simultankontrast. Der Effekt ist demselben wie oben beschrieben. Manchmal sieht die Haut dann sogar ein bisschen wie Pergament aus, meisten sehr blass und gräulich. Die natürliche Ausstrahlung der Person wird durch die „falschen Farben“ überschattet.

 

Weitere Faktoren, auf die die Farben im Gesicht deutlich einwirken, sind die Augen, das Augenweiß, Haare, Lippen und Zähne.


Auch hier ist jeder Mensch individuell und hat seine ganz eigene Pigmentierung.


Es gibt Menschen mit heller Haut und hellen Haaren, andere sind dunkel und rassig, wieder andere haben dunkle Haare aber eine sehr helle Haut.

Um nun die Farben herauszufinden, die nicht nur gut, sondern umwerfend aussehen, teilen wir die zwei großen Farbgruppen der warmen und kalten Farben noch mal, sodass nun vier Farbgruppen entstehen.


Diese Gruppen sind nach den vier Jahreszeiten benannt, damit wir eine weitere, gut zu merkende Eselsbrücke haben und die Farben nicht verwechseln.


Zu den vier Farbgruppen passen Menschen, deren Äußeres mit den jeweiligen Farben perfekt harmoniert.

Ausschlaggebend ist immer die Haut, da sie den größten Anteil in unserem Gesicht einnimmt.


Gut zu wissen ist, dass sich Dein Hauttyp niemals ändert! Du kommst mit dem gleichen Farbtyp zu Welt, mit dem Du auch die Welt wieder verlassen wirst.


Auch macht die Natur, sosehr manche Frau auch damit hadert, im Grunde nichts falsch: Deine Haar- und Augenfarbe passt harmonisch zu Deinem Hauttyp!

Erst durch künstliche Bräune oder falsch gewählte Haarfarben entstehen Disharmonien, die sich unschön auf die Frische in Deinem Gesicht auswirken können.

 

Image-Check:

Es lohnt sich, sich mal mit Deinen Farben zu beschäftigen. Es ist toll, zu sehen, was die passenden Farben für Dein Aussehen tun können. Und es macht Spaß, diese Farben dann im Laden zu entdecken, zu kaufen und zu kombinieren. Und Du bekommst richtig viele Komplimente, dass erzählen mir meine Kundinnen immer wieder!


Zeige Dich!

 Anneli




Anneli Eick ist Image Expertin und langjährige Typberaterin. In ihren Imagecoachings lernen Beraterinnen, Trainerinnen, Coachs und Unternehmerinnen, wie sie ihren Auftritt und ihr Äußeres optimal gestalten und zu einem authentischen Markenzeichen finden.

 

 

Du möchtest auch gerne besser wirken? Hier geht es zu Deinem Imagecoaching!


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Kommentare: 2
  • #1

    Karen (Freitag, 22 April 2016 17:09)

    Liebe Anneli,

    total spannender Beitrag. Ich habe was dazu gelernt. Ich finde auch, dass mache Frauen mit Ihrer natürlichen Haarfarbe besser aussehen würden. Frau muss gar nicht so viel an sich verändern, sondern ihre vorhandene Schönheit sichtbar machen.

    LG Karwn

  • #2

    Anneli (Montag, 25 April 2016 15:19)

    Liebe Karen,
    es freut mich sehr, dass der Artikel für Dich wertvolles enthielt!
    Ich gebe Dir vollkommen recht, jede Frau hat sehr schöne Seiten. Wenn sie diese erkennt und dann typgerecht in Szene setzt, kann sie strahlen! Der Weg ist manchmal alleine nicht ganz einfach...
    Viele liebe Grüße,
    Anneli