Helfen Dir modische Vorbilder wirklich, gut auszusehen? 

Mit diesem Wissen weißt Du genau, warum eine Farbe Dir steht

 

Angeregt durch Jörg Unkrigs Einladung zur Blogparade „Vorbilder 2016“ habe ich mich mit der Frage beschäftigt, ob modische Vorbilder sinnvoll sind oder eher schaden.

 

 

 

Da ich ja grundsätzlich etwas skeptisch bin, was „Vorbilder „ betrifft, war es für mich sehr interessant, hier mal näher hin zu schauen.

Für mich bedeutet hat Wort „Vorbild“,  ein BILD VOR mir stehen zu haben.

Und im Deutschen bedeutet diese Wort so viel wie: „Ich möchte so sein wie dieses Bild“.

 

 

Aus dem Styling kenne ich das nur zu gut! Sehr viele Frauen tragen viele viele Jahre einen mittlerweile schon recht verknitterten Zeitungsausschnitt mit sich herum, auf dem ihre Traumfrisur zu sehen ist.

 

Meistens haben schon sehr viele Friseure darauf gesehen und fast genauso viele haben versucht, diesem „Vorbild“ gerecht zu werden.

Das Alter und der Zustand des Bildchens sagen meist viel darüber aus, dass dies eher mit mäßigem Erfolg geschehen ist.

Sonst hätte die Besitzerin es ja auch einfach wegschmeißen können!

 

In meinen Frisurfindungskursen erzählten die Teilnehmerinnen oft bei der Frage, wie sie beim Friseur erklären, welche Frisur es werden soll, sie hätten sich dort Bücher mit Frisurenbeispielen angesehen und sich eine ausgesucht. Und hat es dann auch so ausgesehen? Nein! Und der Frust ist meist groß.

 

Ist es also ein Problem, ein Bild einer hübschen Frisur als Vorlage zu verwenden?

Jein!

 

Das Problem ist die falsche Erwartung, die wir an „Vorbilder“ haben!

 

Denn ganz tief in unserem Inneren suchen wir uns nicht den Schnitt und die Haarfarbe auf dem Bild aus. Wir wollen gerne so aussehen und uns so gut fühlen wie das hübsche, junge Ding, das uns da auf dem Foto entgegen lacht!

 

Nur leider haben so gut wie immer weder unser Gesicht, noch unsere Haare, unser Farbtyp und unser Stil etwas mit denen des Haarmodels zu tun. Und seien wir ehrlich: Da kann der Friseur sich noch so sehr anstrengen und noch so gut sein – wir werden auch mit der neuen Frisur immer noch die selber sein!

 

Ok, aber in der Mode? Wie ist es da?

 

Modische Vorbilder sind selbstverständlich. Sämtliche Modezeitschriften und Boulevardmagazine kören regelmäßig einen Star oder ein Sternchen zu Stilvorbildern oder gar Stilikonen.

 

Outfits werden dann nachgestylt und für uns Leserinnen auf unser Niveau gesenkt. Denn in den allermeisten Fällen sind die Sachen schwierig zu tragen für uns im Alltag. Meistens auch nicht zu bezahlen.

 

Und beschäftigst Du Dich dann näher mit der ganzen „It-Girl-Nummer“, so zeigt sich schnell, dass es keine Kunst ist, die Sachen, die Designer Dir ins Haus schicken und Stylisten auf dem Bett zurecht legen, einfach anzuziehen. Ja, das können Du und ich auch.

 

Das Geschäft mit den modischen Vorbildern boomt auf jeden Fall!

Den vielen Modezeitschriften folgten nun eine Unmenge an Modeblogs, die auf Outfitjagt gehen. Auch sie sollen Vorbild sein, damit wir wissen, was wir anziehen sollen.

 

Neu ist das übrigens überhaupt nicht. Schon die Ägypter, Griechen und Römer hatten modische Menschen, an denen sich alle anderen orientierten. Und so ging es über die Jahrhunderte weiter. Es waren natürlich immer die Regierenden, der Hofstaat, die höchste Dame im Lande, die die Mode vorgab. Zwischendrin mischte auch die Kirche gerne mit. Zumindest war genau geregelt, wie man die Haare trug und wie lang das Kleid war.

 

Da manch eine Frau heute ungerne wie Frau Merkel aussehen möchte, muss was anderes her. Da kommen Promis also genau richtig!

 

Sind diese medienbekannten Frauen aber wirklich Vorbilder, denen wir nacheifern sollten?

 

Wie es scheint, geht es wohl nicht ohne. Die Unsicherheit und das Angebot an Stylingmöglichkeiten sind einfach zu groß, um eigenen Wege zu finden. Sonst wäre das Angebot an Vorbilden nicht so groß. Aber klappt das wirklich, wenn ich einfach trage, was mir „Brigitte“ und Co. raten?

 

Ich bin mir sicher, Du kennst das aus: Die Freundin hat ein tolles, neues Teil gekauft. Es steht ihr wahnsinnig gut – und Du weißt genau, dass es bei Dir nicht so wäre!

 

„Das steht Dir super, für mich wäre das nichts!“

Warum ist das so?

 

Weil Du DU bist! Individuell und einzigartig in Deiner ganzen Art: Deiner Figur, Deinen Proportionen, Deinem Charakter und allen Lebensfaktoren, die Dich zu dem machen, was Du im Moment bist. Also ein ganz anderer Mensch als die Freundin.

 

Und was hat das jetzt mit Kleidung zu tun? Warum kann ich das Kleid (oder die Hose, Bluse etc.) nicht einfach trotzdem anziehen?

 

DAS ist die wichtige Frage dahinter, ob modische Vorbilder Sinn machen!

 

Punkt 1: Du ziehst es nicht an, weil Du Dich einfach unwohl darin fühlst. Verkleidet.

 

Punkt 2: Das liegt daran, dass Du Deinen Stil kennen und in der Kleidung umsetzen musst, um gut auszusehen und Dich wohl zu fühlen!

 

Denn Kleidung ist nur ein Ausdruck unserer Persönlichkeit! Stoffe, Farben, Muster und Schnitte sind nur eine zweite Hülle, die sich genauso harmonisch und selbstverständlich um Dich schmiegen sollte wie Deine Haut!

 

Denn die Haut von jemand anderem würde Dir ja auch nicht passen oder?

 

Das modische Vorbild müsste also nun genau Deinen Stiltyp und Farbtyp treffen, damit Du das Outfit einfach 1:1 übernehmen könntest. Und die Wahrscheinlichkeit ist doch eher gering…

 

Heißt das also, es klappt tatsächlich nicht, sich an anderen zu orientieren? Und wenn ja, wie soll ich dann den Überblick bei den ständig wechselnden Trends behalten?

 

 

ZEIGE DICH FAZIT:

 

Wie bei allem auf diesem Planeten geht es selten (lange) gut, wenn Du Deinen eigenen Weg nicht kennst und Dich nicht zumindest ein kleines Bisschen damit befasst, was Du tust und wer Du bist.

 

Und ich denke, auch Du möchtest gerne als gutaussehend und stilvoll wahrgenommen werden und Dich zumindest gut in Deiner Kleidung fühlen oder?

 

Einfach nachmachen, was andere vorgeben, ist daher schwierig. Es wird nicht funktionieren. Und noch schlimmer: Du gehst zu 100% mit der (unbewussten) Erwartung an das Nachstylen, dass Du dann auch so toll aussiehst wie das Model auf dem Foto. Und das, obwohl Du weißt, dass Du diese Figur nie haben wirst, da das Mädchen 16 ist. Das Du diese Kleidung Dir kaum immer leisten willst. Und dass vom Fotografen über Stylisten und Visagisten bis hin zum Grafiker einige Profis Hand angelegt haben, damit dieses Foto so aussieht, wie Du es vor Dir hast.

(Wir haben übrigens super oft auch die Kleidung noch hinten mit Wäscheklammern so zurecht getrickst, dass es auf dem Foto dann genial aussah!)

 

Und das kann sehr schnell Frust auslösen. Unzufriedenheit. Selbstzweifel.

 

Mein Tipp ist daher an Dich: Nutze „VORBILDER“ als Inspiration.

Studiere sie mit Interesse. Dann nimmst Du Dein Wissen über Dich, Deinen Farb- und Stiltyp und machst Dein eigenes Ding draus. Unverwechselbar und authentisch.

Ist doch viel schöner als eine „Prinzessin Kate Kopie“ zu sein oder?! J

 

ZEIGE DICH!

Deine Anneli

 

Hast Du ein modisches Vorbild?

Oder sind Deine Erfahrungen damit eher negativ?

 



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Anneli Eick ist Image Expertin und langjährige Typberaterin. In ihren Imagecoachings lernen Beraterinnen, Trainerinnen, Coachs und Unternehmerinnen, wie sie ihren Auftritt und ihr Äußeres optimal gestalten und zu einem authentischen Markenzeichen finden.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Anni (Dienstag, 16 Februar 2016 09:34)

    Liebe Anneli,

    zauberhaft schooner Beitag! :-) Auch ich habe bei der eingangs erwähnten Blogparade mitgemacht und teile Deine Ansicht weitgehend. Schau doch gern mal vorbei.

    Alles Liebe,
    Anni

  • #2

    Anneli (Dienstag, 16 Februar 2016 12:49)

    Vielen Dank Anni, ich freue mich, dass er Dir gefällt!
    Viele Grüße von der Blogparadenkollegin :-)
    Anneli

  • #3

    Jörg K. Unkrig (Dienstag, 16 Februar 2016 21:05)

    Liebe Anneli,

    wenn sich hier zwei über Vorbilder unterhalten, mag ich nicht fehlen. Dein Beitrag beleuchtet auf eine ganz andere Art das Thema Vorbild und ich werde mir erst langsam bewusst, welche Facetten Vorbilder ausmachen. Vielen lieben Dank!!

    Beste Grüße aus dem kalten Bergischen Land

    Jörg