Warum Dein Stil die Türe zu Dir selbst sein kann 

Mit diesem Wissen weißt Du genau, warum eine Farbe Dir steht

 Über die Türen, durch die wir auf der Suche nach uns selbst gehen, schreibe ich hier zu Kiwi Pfingstens Blogparade

 

Ich bin in einer mittelgroßen Stadt in Unterfranken aufgewachsen. Und ich sage mal ganz frech, die Gegend und die Städtchen sind nun nicht als das modische Mekka Deutschlands bekannt…

 

Dazu kam vielleicht noch, dass in meiner Klasse, in die ich ab der Neunten ging, wenige Mädchen waren, die an Mode wirklich Interesse hatten. Und so hatte ich all die Jahre immer das Gefühl, nie das tragen zu können, was mir wirklich gefiel!

Ich traute mich als Teenie nicht, aus den anderen Schülern herauszustechen und versuchte, mit wenigen Details etwas von meinem Look ins Outfit zu bringen.

 

Auch deshalb war ich wirklich erleichtert, endlich das Abi in der Tasche zu haben und der Schule den Rücken zu kehren. In meiner Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin, die ich vor dem mal geplanten Designstudium machte, was nun alles anderes: wir lernten MODE!

Und ich konnte endlich tragen, was mir stand und was ich wirklich mochte!

 

 

Es war ein seltsames Gefühl der Freiheit. Wunderbar, spannend, berauschend.

Für mich war das die Türe, die ein Stück weit mehr zu mir führte.

 

 

 

Viele Jahre später, als Imageberaterin, habe ich erst wirklich verstanden, was es bedeutet, seinen Stil zu kennen.

Wenn Du es Dir wert bist, Dich so zu kleiden, dass Du gut darin aussiehst und wenn es für Dich wichtig ist, Dich in dieser Kleidung wohl zu fühlen, dann weißt Du vielleicht, wovon ich rede.

 

 

Kleidung drückt die eigene Persönlichkeit aus! Sie verrät also viel über Dich und macht Dich als Person komplett. Wenn Du diese Möglichkeit nicht hast, wird Dir im Gefühl immer etwas fehlen.

 

 

Eine Kundin ist mir da noch sehr in Erinnerung geblieben. Sie kam recht unglücklich in die Beratung, war unzufrieden mit sich und ihrer Kleidung und hatte das Gefühl, „irgendetwas war falsch an ihr“.

 

 

Für mich war schnell klar, dass ihr Look viel zu sportlich war und ihre feminine Art wunderbar durch weiche, fließende und weibliche Stücke zur Geltung kam.

 

 

Sie war fast etwas erschüttert.

Und erzählte mir, sie sei mit Brüdern aufgewachsen, auf dem Land in einem kleinen Dorf. Wenn sie etwas Weibliches trug, fragte die Mutter, ob das ihr Ernst sei, so aus dem Haus zu gehen…

 

 

Dadurch, dass sie sich nicht traute, in ihrem Umfeld aufzufallen und keinen Rückhalt oder sogar Rüge für ihren Stil bekam, verleugnete sich meine Kundin all die Jahre.

 

 

Und auch wenn Du nun denkst: „Hey, das ist doch nur Kleidung!“, sich nicht nach außen ausdrücken zu dürfen hat viel tiefer reichender Folgen.

 

 

Meine Kundin wusste vor der Beratung nicht wirklich, woran ihr ungutes Gefühl zu sich selber lag.

Die klare Definition ihres Stils und die Ermunterung, sich hier mutig auszudrücken zeigte ihr eine Türe in ein ganz neues Selbstempfinden.

 

 

 

Manchmal stehe ich auch auf einem schmalen Grad zwischen Typberatung und therapeutischer Betreuung. Dann weinen Frauen, die nie Unterstützung darin bekamen, zu sich selbst zu stehen. Deren Umfeld mit ihrem Unwissen, einer gewissen Ignoranz, wenig Feingefühl und mit ihrer Kritik an der Kleidung schon richtig was kaputt gemacht hat.

 

Für diese Frauen sind die klaren Aussagen über das, was ihnen wirklich steht, wie ein Strohhalm und für sie oft die Türe in ein selbstbestimmteres Leben.

Denn endlich können sie argumentieren und wissen für sich genau, WARUM sie etwas tragen. Das macht sie stark.

 

 

Um Dich und Deinen Ausdruck in der Kleidung besser zu erkennen, frage Dich:

 

 

  • Wie sehe ich mich, wenn ich die Augen schließe?
  • Was hast Du an?
  • Wo befindest Du Dich?
  • Was machst Du gerade?

 

Beispiel: Du tanzt in fliegenden Röcken über eine blühende Wiese im Sonnenschein und Deine blonden langen Haare wehen im Wind.

 

 

 

  • Wie wäre ich gerne?
  • Wie sehe ich mich?

 

Bist Du tief in Dir vielleicht doch das kleine, romantische Mädchen, das sich hinter taffen Jeans und dicken Pullis versteckt? Würde es sich vielleicht freuen, wenn es endlich ans Licht darf?

 

 

 

  • Wann habe ich mich mal so richtig wohl gefühlt?
  • Was hatte ich da an?

Was genau machte dieses Kleidungsstück zu etwas, worin ich mich wohl fühle? Und habe ich davon mehr oder nur dieses eine Teil?

 

 

Mit diesen Fragen kannst Du noch mal für Dich reflektieren, ob Du wirklich Dein Inneres kennst und Deine Bedürfnisse auch bewusst wahrnimmst. Oft ergeben sich Outfits auf dem Alltag heraus und sind ganz unbewusst gewählt. Weil sie einfach praktisch sind. Aber praktisch ist kein Gefühl! Und es drückt auch nicht aus, wer Du wirklich bist. Oder bist Du wirklich „quadratisch, praktisch, gut?“ ;-)

 

 

ZEIGE DICH FAZIT

Für mich war es vor fast 10 Jahren eine Unterrichtsstunde, in der wir über Farbtypen sprachen. DAS wollte ich genauer wissen! Und so wurde dieser Wunsch zum Startschuss meiner beruflichen Laufbahn.

 

 

Durch die Türe, die sich mir damals öffnete, habe ich heute das Wissen bzw. den Schlüssel, vielen anderen Frauen Türen zu öffnen. Türen, die sie ein ganzes Stück weiter zu sich selbst führen. Dafür bin ich sehr dankbar! 

 

Ich möchte Dir Mut machen, Dich zu trauen, zu Deiner Kleidung zu stehen. Und das zu tragen, was Dein Inneres zeigt. Das erfordert wirklich Mut, denn wir verschließen uns immer leichter, als das wir uns öffnen. Denn Offen sind wir so verletzlich.

Aber Du wirst auch sehen, dass es befreiend ist, sich zu zeigen. Und das Dein Umfeld es garantiert tolerieren, dann respektieren und irgendwann bewundern wird, wenn Du zu Dir selbst stehst!

 

Daher mein Rat: ZEIGE DICH!

Deine Anneli



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Anneli Eick ist Image Expertin und langjährige Typberaterin. In ihren Imagecoachings lernen Beraterinnen, Trainerinnen, Coachs und Unternehmerinnen, wie sie ihren Auftritt und ihr Äußeres optimal gestalten und zu einem authentischen Markenzeichen finden.

 

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