Süchtig nach meiner Arbeit! Mein beruflicher Weg auf der Suche nach mir selbst

Mit diesem Wissen weißt Du genau, warum eine Farbe Dir steht

Es ist mal wieder mitten in der Nacht und ich habe spontan beschlossen, einen Artikel zu schreiben und bei Christina Emmers Blogparade dabei zu sein! J

 

Grund dafür ist, dass ich zwar müde, aber auch vollkommen geflasht und euphorisiert bin! In den letzten Wochen ist so unglaublich viel Wundervolles passiert, dass ich einfach gerne darüber berichten möchte. Weil ich mich so freue. Und ja – weil ich auch ziemlich stolz auf mich bin.

 

 

Aber nun erst mal langsam gaaaanz von vorne!

 

 

 

 Was soll ich nur werden?!

 

 

Ich gehöre – wie ich beim Lesen der vielen Infos von anderen Coaches erfahren habe, zum Typ „Scanner“, wohl auch noch deswegen, weil das für das Sternzeichen Zwilling recht typisch ist. So spannend das sein mag, so anstrengend habe ich es auch oft empfunden!

 

 

Ich hatte nach meinem Abitur so überhaupt keine Ahnung, was nun mit mir geschehen sollte. Ich war, zugegeben, extrem Lernmüde. Eigentlich lerne ich unheimlich gerne, aber mein ausgeprägter Freiheitsdrang konnte sich einfach nie mit vorgekauter und sinnloser Wissensnahrung in der Schule anfreunden. Ich hatte einfach keine Lust, die endlich losgewordenen Schulbänke gegen neue in Unis, FHs oder sonst wo zu tauschen.

 

 

Und ich hatte so viele Interessen! Es gab so viel, was ich gerne machen wollte.

Und dann – wenn ich länger darüber nachdachte – konnte ich mir nicht mehr vorstellen, das nun Tag ein, Tag aus beruflich zu machen.

 

 

Ich war zwar (schul-) frei nun, hatte aber auch eine ziemliche Krise. Ich wusste einfach nicht, wer ich war, was zu mir passte, wo ich hin wollte! Ich ließ mich im Arbeitsamt beraten, ich studierte Studienfächer, überlegte, ob ich eine Lehre machen sollte. Ich wollte mal Hochzeitsplanerin, Frisörin, Designerin oder etwas ganz anderes werden. Ach, oder einfach gar nichts?

 

 

 

Kurz: Ich machte Praktika, studierte einige Semester, machte schließlich eine Ausbildung zur Bekleidungstechnischen Assistentin. Arbeiten wollte ich in all diesen Jobs nicht wirklich. Das Ziel, Modedesign zu studieren gab ich auf, als ich davon hörte, dass all die tollen Themen, die ich in der Ausbildung über Typberatung gehört hatte, wirklich ein Berufsbild ergaben.

 

 

 

 

Endlich frei!

 

 

Denn eines wusste ich wenigstens immer sicherer: Ich will frei sein!

In meinen Entscheidungen, in meiner Zeiteinteilung, in meinem Ideen und meiner Kreativität.

 

Und dieses Wissen verstärkte sich noch um 1000% während der kurzen Zeit in einem großen Modehaus, wo ich aus Vernunftgründen während des Fernstudiums zur Imageberaterin als Visuelle Merchandiserin arbeitete.

 

 

Ich glaube, ich habe mich selten so schlecht gefühlt! Und das, obwohl soweit alles in Ordnung im Job war und keiner mir etwas Böses wollte. Aber ich konnte es kaum ertragen, die Stunden dort um zu bekommen. Die Stechuhr war mein größter Feind! Ich habe mich auch selten in meinem Leben so dermaßen gelangweilt!

 

Immer wird mir in Erinnerung bleiben, dass ich an einem Samstag in der Weihnachtszeit dachte, dieser Tag würde nie umgehen, weil es so langweilig war. Und mir ein Kollege entgegen kam, der meinte: „Zum Glück ist die Weihnachtszeit bald um, es ist immer so stressig hier wenn so viel zu tun ist!“

 

 

 

Ich habe mich kurzerhand Anfang 2008 mit 23 Jahren mitten in der Ausbildung als Typberaterin selbstständig gemacht!

Meine Familie stand hinter mir, da sie froh waren, mich nicht mehr so genervt und deprimiert erleben zu müssen.

 

 

In unsere Wohnung im 4. Stock richtete ich mir ein Beratungszimmer ein und legte los! Ein Jahr später zog ich in mein eigenes Beratungsstudio in der Innenstadt und war sehr stolz auf mich. Ich war frei in meiner Termineinteilung, war Chefin – aber das Beste war die Abwechslung, die der Beruf mir brachte! Ich arbeitete als Visagistin bei Katalog- und Filmproduktionen, erlebte mit Bräuten die ersten Augenblicke ihres besonderen Tages, beriet Kunden Sachen Styling, ging mit ihnen shoppen, gab Seminare und Vorträge.

 

 

 

 

Und wieder keine Ahnung, wie es beruflich weiter gehen sollte!

 

 

Dann beschloss ich mit meiner Familie vor ca. 4,5 Jahren aus dem Bayrischen Würzburg in den Norden Deutschlands zu ziehen. Privat war es eine Entscheidung, die ich nie bereut habe, denn ich liebe es, hier zu leben.

 

 

Beruflich gesehen war es Harakiri!

Ich gab alles auf und hatte keinen wirklichen Plan, wie es hier weiter gehen sollte. Und es kam, wie es kommen musste: Es ging gar nicht weiter!

 

 

Ich lebte auf dem Land, die Infrastruktur ist hier ganz anders, ich kannte mich in keiner Stadt richtig aus. Ich hatte nicht den Mut, einfach irgendwo ein Beratungsstudio zu mieten, und Geld hatte ich erst recht nicht dazu. Jetzt zeigte sich deutlich, dass ich mich viel zu wenig mit Marketing beschäftigt hatte!

 

Wie sollte ich nur Kunden erreichen? Ich hatte keine Zielgruppe, kein Einzugsgebiet, kein Kapital und auch kein Wissen darüber.

 

 

Da ich weiterhin in meiner Heimatstadt bekannt war, kamen auch von hier weiter die Aufträge und ich reiste immer wieder nach Würzburg. Es war nicht ideal, etwas stressig, aber ich gewöhnte mich daran.

 

 

Und dann kam wieder ein Punkt in meinem Leben, der mich zwang, mein seltsames Berufsleben neu zu überdenken: Mein Sohn wurde geboren!

 

 

Noch in der Schwangerschaft war ich recht naiv der Überzeugung, „wenn das Kind aus dem Gröbsten raus ist“, einfach so weiter zu machen wie vorher. Alle Mamas werden jetzt Schmunzeln – das Kind ist natürlich auch heute, nach einem Jahr, noch lange nicht „aus dem gröbsten raus“ und wird es auch so schnell nicht sein. Reisen mochte mein Sohn noch nie, die sieben stündigen Autofahrten sind und bleiben stressig mit ihm. Meine einzige Arbeits- und Einnahmequelle wankte gefährlich! Das ich nicht so schnell wieder in dieser Art arbeiten konnte, war mir schnell klar.

 

 

 

Von Ängsten und Zweifeln

 

 

Ich bin sehr gerne Mama, aber ich merkte nach einigen Monaten, wie sehr mir mein Beruf fehlte! Doch was jetzt?!

 

 

Die Zeit war reif, ich hatte mich verändert, war mir in meinem Wünschen und Zielen klarer und so kam es, dass mir durch eine Freundin die Idee vom Onlinebusiness „über den Weg lief“.

 

 

Es war perfekt und die Antwort auf meine jahrelange Suche nach Freiheit und Selbstbestimmtheit in der eigenen Berufung.

 

 

Ich stürzte mich ins Abenteuer, erstellte eine neue Webseite, schrieb sie mindestens 10 Mal um, hörte zum ersten Mal bewusst vom Einsatz von Freebies, Onlinekursen und Co. Obwohl mir all das nicht ganz fremd war, ist es doch ein neues Gebiet, das ich erst durchschauen musste und immer noch dabei bin. Ich hatte nicht das Gefühl, Schwierigkeiten mit der Arbeit am Computer zu haben, und doch gibt es Tage, an denen ich mit der Technik verzweifle!

 

 

Auch Facebook kannte ich natürlich von der privaten Nutzung schon längst. Und doch war es für mich vollkommenes Neuland, diese Medium nun beruflich für meine Sichtbarkeit zu nutzen! Ich habe mich so gut wie nie auf Facebook aufgehalten und musste mich erst daran gewöhnen, dass es nun zu meinen täglichen Tätigkeiten gehört.

 

Ich kämpfe mit Autorespondern, die nicht so wollen, wie ich mir das vorgestellt habe und Links, die nicht funktionieren. Ich muss mich bei meinen Newsletterlesern entschuldigen und ärgere mich darüber, dass ich blöde Fehler auf meiner Webseite übersehen habe.

 

 

 

Ich sitze nächtelang und arbeite, weil ich am Tag zu kaum etwas komme. Ich bin müde und hatte viele Tage, an denen ich dachte, meine ganze Mühe würde zu gar nicht führen. Ich hatte das Gefühl, ich würde einfach übersehen werden, obwohl ich sehr nach Außen ging.

 

 

 

Neue Wege ins Glück

 

 

Und dann…ging es plötzlich los! Ich wurde sichtbar! Ein unglaubliches Gefühl!

 

 

Jeden Tag bekomme ich Kooperationsanfragen und Nachrichten von Interessenten und Kunden. Ich lerne unheimlich viele, wunderbare Menschen kennen. Meine Webinare und Onlinekurse starten und ich habe viele Pläne für das kommende Jahr.

 

 

Besonderes viel Freude macht mir meine Interviewreihe „Authentisch & Erfolgreich, 10 Onlinecoaches verraten, wie sie es geschafft haben“ mit meinen großartigen Gästen! Die Interviews machen wahnsinnig viel Spaß und ich lerne tolle Frauen kennen, die ihren Weg gehen und ihren Traum leben.

 

 

Um sichtbar zu sein, haben sich bei mir einige Felder herauskristallisiert, andere habe ich wieder aufgegeben. Mein Blog ist ein wichtiger Bestandteil, auf dem ich jede Woche neue Tipps und Anleitungen gebe, denn Schreiben macht mir schon immer richtig Spaß. Aber nicht nur das: ich habe selber so viele Anregungen und Hilfestellungen durch Blogs erhalten, dass ich darüber gerne etwas zurückgeben möchte.

 

 

Passend zu den Blogthemen gibt es meinen You Tube Kanal. Videos sind für mich das perfekte Kommunikationsmitteln. Ich habe auch mal einige Podcastfolge gemacht, die aktuelle Sichtbarkeit und die Kundennähe bei Videos passten dann aber besser zu mir. Ich nehme jede Woche zwei Videos auf und es sollen in naher Zukunft noch mehr werden.

 

 

Meine Facebookseite allgemein und vor allem meine eigene Gruppe „Zeige Dich authentisch als Coach“ wächst täglich und ist richtig toll! Auch hier kann ich mit meinem Wissen unterstützen, erlebe aber auch andere Frauen in ihren Bereichen und finde das sehr spannend!

 

 

Ganz klar ist mir im Vergleich zu meiner Art vorher mein Business zu führen: Ich warte nicht mehr einfach, bis etwas passiert sondern nehme meine Ziele selber in Angriff. Früher habe ich eine Webseite erstellen lassen und nie wieder etwas getan. Heute weiß ich, dass ich sehr aktiv sein und ständig nach außen gehen muss. Onlinemarketing empfinde ich als unglaubliche Chance, wenn man sie nutzt.

 

 

 

Zu mir selber stehen

 

 

Ich kämpfe sehr mit dem Gefühl, zu wenig Zeit zu haben. Ich habe Angst, zu wenig zu schaffen und nicht schnell genug zu sein. Und gleichzeitig möchte ich eine gute Mutter und für mein Kind da sein.

 

Ich habe viele Pläne und manchmal Sorge, meine eigenen Ziele könnten mich überfordern. Es ist 00:27 Uhr und ich weiß, dass mein Baby morgen früh wenig Verständnis dafür hat, dass ich gerne noch eine Stunde länger schlafen möchte.

 

 

Und doch bin ich süchtig!!!

Süchtig nach meiner Arbeit!

Es ist mir egal, wie spät es ist und welcher Wochentag.

Ich brauche keinen Fernseher mehr und auch keinen Urlaub.

 

Ich weiß, das sich das vielleicht nicht ewig durchhalten kann, aber im Moment denke ich über die Folgen meiner Sucht einfach nicht nach…;-)

 

 

Es ist ein fantastischen Gefühl, seinen Weg gehen zu dürfen, auch wenn ich gar nicht so genau weiß, wo er hinführt.

Und ich habe lernen dürfen, dass unsere Gesellschaft irrt, wenn sie meint, Lebens- und Berufswegen müssten immer noch den klaren Linien folgen, wie es früher mal war.

 

Ich bin davon überzeugt, dass wir nur dann glücklich werden, wenn wir etwas wagen. Nämlich zu uns zu stehen und uns nicht beirren und verbiegen zu lassen von all den seltsamen Meinungen, die manch einer noch so hat in dieser Welt…

 

 

Vertrauen, Intuition und Fleiß sind die Faktoren, die Dich zum Erfolg führen können, egal, was Du darunter verstehst. Und Spaß – der darf nicht fehlen! J

 

 

 

Deine Anneli

 

 

P.S. Ich bin eigentlich gar kein „New Age Fan“. Aber es ist faszinierend und unfassbar zugleich, wie die Gesetze der Anziehung funktionieren...




 

Anneli Eick ist Image Expertin und langjährige Typberaterin. In ihren Imagecoachings lernen Beraterinnen, Trainerinnen, Coachs und Unternehmerinnen, wie sie ihren Auftritt und ihr Äußeres optimal gestalten und zu einem authentischen Markenzeichen finden.

 

Du möchtest auch gerne besser wirken? Hier geht es zu Deinem Imagecoaching!


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