Simone Gerwers...

zeigt Dir, wie Du dranbleibst und durchhältst!



1. Lese Dir Simones Anleitung genau durch.

 

 

Der Plan steht, aber nicht alle Wünsche und Ziele sind sofort und vor allem mit Leichtigkeit erreicht. Wie bleibe ich dran, wie halte ich durch, wenn es schwierig wird?

 

Irgendwie geht es den meisten Menschen so. Kennst Du es auch? Einen Vorsatz zu fassen ist zunächst ganz einfach. Sich dann tatsächlich in die gewünschte Richtung zu verändern scheint ein hartes Brot zu sein.

 

Wir fassen schnell einen Vorsatz, um gesund zu leben, bewusst zu essen, Sport zu treiben, gelassener zu werden, eine Fremdsprache zu lernen oder vielleicht haben wir ja auch ein viel größeres Ziel, z.B. in die Selbstständigkeit zu gehen.

 

Vom Vorsatz zum Ziel zu gelangen ist der erste Schritt und schon dabei verliert so manch Einer den Mut. Es gilt durchzuhalten.

 

Aber den ersten Schritt hast Du ja schon getan. Du bist vom Wunsch oder Traum zu einem klar definierten Ziel gelangt und der Startschuss ist gefallen. Die Motivation ist groß und das ist die beste Voraussetzung. Mut heißt auch dranbleiben und sich für alle Fälle zu wappnen. Ehe wir uns nämlich versehen, ist da plötzlich der innere Schweinehund am Zuge und die Lust lässt nach. … oder es kommt einfach etwas dazwischen. Und dann, ist plötzlich alles verpufft. Das wäre Schade. Die Umwelt ist voller Versuchungen, sagt Ralf Schwarzer (Professor an der FU in Berlin). Versuchungen sind schön und fühlen sich sehr angenehm an. Ein klassisches Beispiel ist lieber noch ein paar Minuten im kuschligen Bett zu bleiben, statt den Morgenlauf zu starten. Es ist auch einfacher am Fernseher zur Chipstüte zu greifen, statt sich einen Teller mit Obst zu schälen. Da ist er hin, der Vorsatz. Auf jeden Fall ist dieses Verhalten menschlich und nicht gleich eine Charakterschwäche. Längerfristige Ziele stehen ganz natürlich im Dauerkonflikt zu schnellen Belohnungen. Gewohnheiten sind tief verwurzelt. Was nun? Wie schaffen wir es dranzubleiben und auch durchzuhalten?

 

Die gute Nachricht: Wir können uns wappnen und dem alten Gewohnheitssog widerstehen! Im Wissen, wie wir neue Gewohnheiten etablieren können, ist es gar nicht mehr so schwer. Wir brauchen also neue Strategien für eine erfolgreiche Verhaltensänderung, für das Etablieren einer neuen Gewohnheit.

 

Schritt 1: Die Motivationsphase

 

Das Ziel beleuchten

Im ersten Schritt geht es darum bereit zu sein. Das neue Ziel muss oberste Priorität haben. Es ist ein grundsätzlicher Fakt: Energie folgt stets unserem Fokus. Je stärker Deine Absicht Dein Ziel zu erreichen ausgeprägt ist und vor allem je optimistischer die Beurteilung Deiner eigenen Kraft ist, um so eher wird die Veränderung klappen. Wichtig ist, das die positiven Erwartungen stärker sind als die Bedenken oder ggf. auch Ängste. Hier ist entscheidend, wie positiv Du Deine Veränderungskompetenz wahrnimmst. Step 1 zum dranbleiben ist deshalb: Gehe eine Liebesbeziehung mit Deiner Entscheidung zur Veränderung ein. Sei Dir bewusst, jede Entscheidung ist ein Schritt zur persönlichen Weiterentwicklung. Letztlich profitieren wir auch von jedem mutigem Schritt in eine Veränderung. In dem Moment, wo wir uns entschließen etwas zu verändern, ein Wagnis einzugehen, in diesem Moment steigt unsere Motivation und wir sind veränderungsbereit. Das hängt damit zusammen, weil dann der Glaube daran steigt, unser Leben unter Kontrolle zu bringen. Das wiederum steigert unseren Selbstwert. Wir Menschen sind aber grundsätzlich eher sicherheitsorientiert. Diese grundsätzliche Motivationslage bringt uns dann dazu, immer wieder in alte Gewohnheiten zu verfallen oder auch aufzugeben. Zur Steigerung unserer Motivation und Ausrichtung zu einem motivierenden Fokus helfen Dir folgende Fragen in der Selbstreflexion: Bitte beantworte Dir schriftlich, das macht die Sache verbindlicher.

 

Frage Nr. 1

Will ich XXX wirklich?

Und noch einmal: Was ist mein WARUM?

 

Frage Nr. 2

Traue ich mir diesen Veränderungsschritt zu?

 

Frage Nr. 3

Welche Risiken erwarte ich?

 

Frage Nr. 4

Bin ich überzeugt, dass die Veränderung ausreichend Vorteile hat, um alle Anstrengungen auf mich zu nehmen? Was ist ggf. der Preis meines Ziel`s? … Bin ich bereit ihn zu zahlen?

 

Frage Nr. 5

Wer aus meinem Umfeld ist von meiner Entscheidung betroffen? Will und kann ich ihm das zumuten?

 

 

Schritt 2: Die Aktionsphase - Disziplin

 

Ein Ziel ist noch lange kein fertiger Plan. Nach dem setzen des Ziels ist es von Bedeutung den Ablauf vom Ausgangspunkt zum Ziel detailliert zu fixieren.

 

1. Schreibe Dir detailliert auf, wie Du vom jetzigen Standort zum anvisierten Ziel gelangen wirst. Ein guter Trick dabei ist, die Sache rückwärts anzugehen. D.H. Du stellst Dir mit allen Sinnen vor, wie es ist Dein Ziel erreicht zu haben. Stell Dir also vor, das Wunder ist geschehen! Das Wunder ist geschehen und Du hast Dein Ziel bereits erreicht.

 

Was siehst Du? Was tust Du dann anders? Was macht den Unterschied? Wo bist Du dann? Wer ist dabei? Wer bemerkt zuerst, dass Du Dein Ziel erreicht hast? Wer Noch? …. und Wer noch? Wie fühlst Du Dich? Und jetzt gehe Schritt für Schritt rückwärts vom erreichten Ziel zum hier und jetzt. Am Ende Deiner Betrachtung solltest Du einen Plan über Deine Aktivitäten Step by Step haben. Das ist Dein Aktionsplan, den Du als Navigator hast.

 

2. Der Weg ist das Ziel. Das heißt, arbeite keinesfalls Deinen Plan starr ab, sondern sieh ihn als Richtschnur und sei auf dem Weg achtsam. Vielleicht passiert es ja, dass sich eine neue Chance ergibt, ein Abkürzung oder aber auch eine Zielkorrektur erforderlich ist. Manchmal ändern sich die Umstände und wir müssen flexibel mit unseren Zielen umgehen. Das ist der Punkt, wo viele aufgeben. Statt aber aufzugeben, geht es dabei um „bewegliche Ziele“.

 

 

3. Veränderung braucht Routine

Routinen zu brechen ist nicht unbedingt einfach. Doch so wie Du Dir eine nicht förderliche Routine geschaffen und im Gehirn verankert hast, kannst Du es mit einer neuen, förderlichen-Deinem Ziel- tun. Überlege Dir ein tägliches Ritual, dass Dich Dein Vorhaben diszipliniert starten lässt. Das kann zum Beispiel eine bestimmte Musik sein, die Du morgens als Reminder hörst, eine Erinnerung am Badezimmerspiegel oder am Bildschirm. Du kannst Dich auch täglich von einem Freund/ Freundin anrufen lassen. Schaffe Dir feste Zeitfenster für Dein Vorhaben. Sei so realistisch wie möglich. Zu hochgesteckte Ziele gehen nach Hinten los. Wir brauchen ca. 66 Tage um Gewohnheiten zu ändern. Hab also Geduld mit Dir ;-)

 

a)  Eine feste tägliche Routine ausdenken?

b)  In welchem Zeitfenster willst Du an deinem Ziel arbeiten?

 

 

Schritt 3: Rückschläge, Hindernisse und Eigenstärke

 

Was ist, wenn es dennoch passiert. Da stellt sich ein Hindernis in Deinen Weg, Du erleidest einen Rückschlag. Oft gehen dann sehr hoch motivierte Menschen in die Knie. Vor allem dann, wenn sie Ihr Zieldefinition vorab nicht präzise erarbeitet haben und das -WARUM? (ihre innere Verpflichtung)- fehlt.  Aufgabe? Nein. Das unser Leben nicht immer gerade und aufwärts verläuft ist eine Gesetzmäßigkeit. Verfehlungen und Scheitern gehören zum Leben, wie Erfolg. Das ist ein Fakt, den Du verinnerlichen solltest. Das heißt, habe auf Deinem Fokus zum Ziel eine Haltung von Demut. Ja, Du hast richtig gehört. Demut verhilft uns anzuerkennen, das wir endlich und begrenzt sind. Wir machen Fehler, andere Menschen machen Fehler. Wir sind so unperfekt wie das Leben selbst. Erfolgreiche Menschen haben Rückschläge im Blick und eine klare Haltung dazu. Sie besitzen Resilienz. Resilienz ist die Fähigkeit, wenn Du hinfällst wieder aufzustehen und weiterzugehen. Mit dem Glauben an Dich, an Deine Selbstwirksamkeit, wird es Dir gelingen, trotz möglichen Hindernissen weiterzugehen.

 

Erkenne an und sei Dir bewusst, dass Du Fehler machen wirst und dass es Hindernisse geben kann.

 

 Wenn Du einen Rückschlag erleidest, frage Dich:

a)     Was ist passiert?… Warum?

b)     Was kann ich tun? Was ist mein nächster Schritt, um weiter zu gehen?

c)      Wer kann mir helfen?

d)     Was hat mich in anderen Situationen gestärkt?

e)     Don’t break the chain!

Wenn Du aus dem TUN gekommen bist, dann steige schnell wieder ein. Eine Unterbrechung ist kein Abbruch. Einen Tag aussetzen ist gar nicht schlimm. Ab 2- 3 Tagen wird es für die „neue Gewohnheit“ meist kritisch.

 

f) Vielleicht magst Du Dir ja ein Ritual überlegen, dass Dich stärkt wieder in Deine Routine zu kommen. Du weisst, unser Gehirn lernt durch Wiederholungen. Wiederholung - Wiederholung - Wiederholung

Was ist Dein Ritual für den worst case zum Wiedereinstieg?

 

 

Schritt 4: Wenn der Weg lang wird - Ausdauer und Selbstverpflichtung

 

Große oder größere Ziele über einen längeren Zeitraum brauchen unbedingt eine Zwischenmotivation.

 

1.Teile Dein Ziel in kleine absehbare Cluster, Teilziele auf. Es macht außerdem Sinn für ein größeres Projekt einen Projektplan über die einzelnen Schritte zu erstellen. Dann ist der Berg nicht so hoch und Du kannst leicht step by step gehen.

 

2. Feiere Zwischenergebnisse. Reflektiere bewusst, was Du schon geschafft hast und sei stolz auf Dich.

 

3. Erzähle anderen unbedingt von Deinem Vorhaben. Das stärkt das Dranbleiben, auch bei Schwierigkeiten. (externe Verpflichtung).

 

4. Gehe in Deiner eigenen Geschwindigkeit und lass Dich nicht treiben. (auch nicht von Dir  selbst und überhöhten Ansprüchen)

 

5. Hole Dir Unterstützer an Deine Seite. Gemeinsam macht es mehr Spaß und es wird viel leichter und macht außerdem Freude. Netzwerke sind ein wichtiger Erfolgsfaktor. ( z.B. eine Mastermindgruppe, Freunde, Familie, Coach als Sparringspartner…)

 

Schritt 5: Starte JETZT - sofort

 

Jetzt heißt es sofort zu starten. Sofort! Nein, nicht morgen oder nächste Woche. Sofort.

Was ist Dein erster Schritt?

 

Make that Change. Nur Mut!

Deine Simone Gerwers


3. Mache folgende Übung und poste sie (wenn Du möchtest) in der Facebook Gruppe:

 

Frage Nr. 1

Will ich XXX wirklich?

Was ist mein WARUM?

 

Frage Nr. 2

Traue ich mir diesen Veränderungsschritt zu? Welche Gefühle habe ich bei dem Gedanken, meinen Wunsch bis zum Ziel auch durchzuziehen?

 

Frage Nr. 3

Welche Risiken erwarte ich?

 

Frage Nr. 4

Bin ich überzeugt, dass die Veränderung ausreichend Vorteile hat, um alle Anstrengungen auf mich zu nehmen? Was ist ggf. der Preis meines Ziel`s? … Bin ich bereit ihn zu zahlen?

 

Frage Nr. 5

Wer aus meinem Umfeld ist von meiner Entscheidung betroffen? Will und kann ich ihm das zumuten?